Über Visual Snow

Beschreibung

Visual Snow wird von Betroffenen als schneeartiges Bildrauschen im gesamten Gesichtsfeld wahrgenommen. Betroffene beschreiben es ähnlich dem eines alten Fernsehers ohne Empfangssignal, mit unzählig vielen kleinen Punkten, die rasant flimmern. Es ist, also würde man durch einen analogen Fernseher hindurch sehen. Dieses Bildrauschen ist permanent vorhanden und die intensivität meist gleichbleibend. Das Bild unten soll davon einen Eindruck vermitteln, auf der linken Hälfte ist das Bildrauschen ersichtlich.

Aufgrund der Seltenheit (in Deutschland sind schätzungsweise nur einige tausend Menschen betroffen), ist Visual Snow noch weitgehend unerforscht. So gibt es bislang auch nur wenige Ärzte, die wissen, dass diese Erkrankung überhaupt existiert. Betroffene sind nicht selten ohne Befund auf sich allein gestellt.

Diagnose

Anfangs wurde vermutet, dass es sich um eine Form von Migräne mit Aura handeln könnte. Erst 2012 begannen Ärzte die Krankheit zu erforschen, ein Jahr später wurde sie dann als eigenständiges Krankheitsbild erkannt. Mittels einer sogenannten PET-Untersuchung, bei der Stoffwechselvorgänge sichtbar gemacht werden, kann die Krankheit im Gehirn nachgewiesen werden. Im betroffenen Gyrus lingualis, der für die Verarbeitung von Sehinformationen zuständig ist, arbeitet der Stoffwechsel bei Betroffenen schneller als bei gesunden Menschen.

Wenn Sie denken, dass Sie Visual Snow haben könnten, dann wäre eine Augenuntersuchung und neurologische Untersuchung hilfreich, um andere Erkrankungen auszuschliessen.

Symptome und Beschwerden

Die permanente Reizüberflutung hat unterschiedliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. Nebst des durch Visual Snow immer vorhandenen Bildrauschens findet man auch folgende Erwähnungen:

– Sehen ist anstrengend, besonders in Innenräumen und bei Dunkelheit
– Palinopsie (Nachbilder)
– Mouches volantes (ähnlich wie Glaskörpertrübungen)
– Kleine leuchtende Pünktchen im Sichtfeld
– Lichtempfindlichkeit
– Beeinträchtigte Nachtsicht
– Tinnitus
– Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit
– Das Gefühl, nicht dabei zu sein – sondern von Aussen zu beobachten

Die genannten Beschwerden sind aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vollständig und je nach Mensch sehr unterschiedlich.

Behandlung

Ärzte wissen noch nicht, wie Visual Snow behandelt werden kann, die Erkrankung wird derzeit noch erforscht. Die gute Nachricht ist, dass die Forscher nun wissen, dass es sich um keine Migränevariante handelt, sondern mit einem bestimmten Teil im Gehirn verknüpft ist. Diese Erkenntnis wird die Forschung hoffentlich weiterbringen. Zu diesem Zweck sammelt die EYE ON VISION FOUNDATION CORP noch Spendengelder auf gofundme.


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